Weniger Pestizide durch Blumenränder?

QUELLE:
Weniger Schädlinge ohne Pestizide

Natur & Umwelt | Mittwoch, 26. August 2015, sda
TEXT DARAUS ZITIERT:

„Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren.

Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank den in ihnen lebenden Nützlingen die Schädlingsdichten und steigern den Ertrag. Matthias Tschumi

Für Buntbrachen, Säume oder Ackerschonstreifen auf seinem Land erhält der Bauer Ökosubventionen. Diese sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF) sollen in erster Linie wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dafür gibt es kommerzielle Saatgutmischungen mit einheimischen Pflanzen zu kaufen. Bunte Blumenstreifen können aber sogar direkt den Ertrag auf dem Acker erhöhen, wie Forscher um Matthias Tschumi von der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich herausgefunden haben. Sie testeten dies im Rahmen des Projekts «100 Nützlingsblühstreifen» am Winterweizen und seinem wichtigsten Schädling, dem Getreidehähnchen, einem Käfer, der die Blätter des Weizens frisst.

Die Forscher säten einen standardisierten, drei Meter breiten Blühstreifen entlang von 15 Winterweizenfeldern in den Kantonen Aargau und Zürich an. 15 Kontrollfelder blieben ohne Blühstreifen. Die neu entwickelte Samenmischung enthielt Dill, Buchweizen, Koriander, Kamille, Kerbel und bunte Korn- und Mohnblumen, in denen Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer sowie Schweb- und Florfliegen gediehen.

60 Prozent weniger Schäden
Diese fleissigen Helfer reduzierten die Dichte von Getreidehähnchen-Larven in den Weizenfeldern um 40 Prozent im Vergleich zu Kontrollfeldern ohne Blühstreifen, die von erwachsenen Tieren um über die Hälfte. Alle Versuchsfelder wurden ohne Pestizide gemanagt. Der Schaden am Winterweizen durch die Larven ging mit Blühstreifen sogar um 60 Prozent zurück, wie die Agroscope-Forscher und Kollegen der Universität Koblenz-Landau in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten. Der Erfolg hängt aber davon ab, dass mehrjährige artenreiche Lebensräume in der Nähe sind, von woher Nützlinge einwandern können.

«Im Durchschnitt konnten die Blühstreifen den Befall von über der Schadschwelle auf knapp darunter drücken», sagte Tschumi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schadschwelle ist in der integrierten landwirtschaftlichen Produktion, die in der Schweiz so gut wie alle Bauern praktizieren, jene Schädlingsmenge, ab der Insektizide gespritzt werden dürfen.

Alternative zu Insektiziden
Fazit: «Der Blühstreifen ist eine praktikable Alternative zu Insektiziden», schreiben die Forscher. Bisher unveröffentlichte Daten des Teams legen zudem nahe, dass die sanfte Methode nicht nur bei Winterweizen und Getreidehähnchen funktioniert, sondern auch Blattläuse auf Kartoffelpflanzen unterdrückt.

Larve eines Getreidehähnchens und Schaden am Blarr
Eine Larve eines Getreidehähnchens und der von ihr angerichtete
Schaden am Blatt
  Bild: Matthias Tschumi
Die Blumenmischung ist bereits seit diesem Jahr zum Anlegen von «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» auf Biodiversitätsflächen zugelassen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit Subventionen vergütet werden. Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber profitieren nämlich ebenso davon. Die Wirkung der Samenmischungen in der Praxis wird derzeit noch von Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet.

Im Projekt «100 Nützlingsblühstreifen» werden die Versuche jetzt auf Landwirtschaftsbetriebe und landwirtschaftliche Schulen der ganzen Schweiz ausgedehnt, erklärte Studienleiterin Katja Jacot von der Agroscope. Dies solle zeigen, ob sich die vielversprechenden ersten Ergebnisse wiederholen lassen und ob sich durch die Förderung von Nützlingen eventuell sogar Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Damit wird der ökologische Ausgleich für den Bauern auch kommerziell interessant, spart er doch direkt Geld für Pestizide ein. «Die direkte Verbindung zwischen Blühstreifen, weniger Schädlingen und weniger Schäden an den Kulturpflanzen sollte Bauern dazu animieren, diese Fördermischungen auch anzuwenden», folgern die Forscher.“

Zitat daraus Ende! 

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QUELLE:

Weniger Schädlinge ohne Pestizide
Natur & Umwelt | Mittwoch, 26. August 2015, sda

TEXT DARAUS ZITIERT:

“Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren.

Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank den in ihnen lebenden Nützlingen die Schädlingsdichten und steigern den Ertrag. Matthias Tschumi

Für Buntbrachen, Säume oder Ackerschonstreifen auf seinem Land erhält der Bauer Ökosubventionen. Diese sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF) sollen in erster Linie wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dafür gibt es kommerzielle Saatgutmischungen mit einheimischen Pflanzen zu kaufen. Bunte Blumenstreifen können aber sogar direkt den Ertrag auf dem Acker erhöhen, wie Forscher um Matthias Tschumi von der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich herausgefunden haben. Sie testeten dies im Rahmen des Projekts «100 Nützlingsblühstreifen» am Winterweizen und seinem wichtigsten Schädling, dem Getreidehähnchen, einem Käfer, der die Blätter des Weizens frisst.

Die Forscher säten einen standardisierten, drei Meter breiten Blühstreifen entlang von 15 Winterweizenfeldern in den Kantonen Aargau und Zürich an. 15 Kontrollfelder blieben ohne Blühstreifen. Die neu entwickelte Samenmischung enthielt Dill, Buchweizen, Koriander, Kamille, Kerbel und bunte Korn- und Mohnblumen, in denen Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer sowie Schweb- und Florfliegen gediehen.

60 Prozent weniger Schäden

Diese fleissigen Helfer reduzierten die Dichte von Getreidehähnchen-Larven in den Weizenfeldern um 40 Prozent im Vergleich zu Kontrollfeldern ohne Blühstreifen, die von erwachsenen Tieren um über die Hälfte. Alle Versuchsfelder wurden ohne Pestizide gemanagt. Der Schaden am Winterweizen durch die Larven ging mit Blühstreifen sogar um 60 Prozent zurück, wie die Agroscope-Forscher und Kollegen der Universität Koblenz-Landau in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten. Der Erfolg hängt aber davon ab, dass mehrjährige artenreiche Lebensräume in der Nähe sind, von woher Nützlinge einwandern können.

«Im Durchschnitt konnten die Blühstreifen den Befall von über der Schadschwelle auf knapp darunter drücken», sagte Tschumi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schadschwelle ist in der integrierten landwirtschaftlichen Produktion, die in der Schweiz so gut wie alle Bauern praktizieren, jene Schädlingsmenge, ab der Insektizide gespritzt werden dürfen.

Alternative zu Insektiziden

Fazit: «Der Blühstreifen ist eine praktikable Alternative zu Insektiziden», schreiben die Forscher. Bisher unveröffentlichte Daten des Teams legen zudem nahe, dass die sanfte Methode nicht nur bei Winterweizen und Getreidehähnchen funktioniert, sondern auch Blattläuse auf Kartoffelpflanzen unterdrückt.

Larve eines Getreidehähnchens und Schaden am Blarr

Eine Larve eines Getreidehähnchens und der von ihr angerichtete

Schaden am Blatt

Bild: Matthias Tschumi

Die Blumenmischung ist bereits seit diesem Jahr zum Anlegen von «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» auf Biodiversitätsflächen zugelassen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit Subventionen vergütet werden. Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber profitieren nämlich ebenso davon. Die Wirkung der Samenmischungen in der Praxis wird derzeit noch von Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet.

Im Projekt «100 Nützlingsblühstreifen» werden die Versuche jetzt auf Landwirtschaftsbetriebe und landwirtschaftliche Schulen der ganzen Schweiz ausgedehnt, erklärte Studienleiterin Katja Jacot von der Agroscope. Dies solle zeigen, ob sich die vielversprechenden ersten Ergebnisse wiederholen lassen und ob sich durch die Förderung von Nützlingen eventuell sogar Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Damit wird der ökologische Ausgleich für den Bauern auch kommerziell interessant, spart er doch direkt Geld für Pestizide ein. «Die direkte Verbindung zwischen Blühstreifen, weniger Schädlingen und weniger Schäden an den Kulturpflanzen sollte Bauern dazu animieren, diese Fördermischungen auch anzuwenden», folgern die Forscher.”

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“Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren.

Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank den in ihnen lebenden Nützlingen die Schädlingsdichten und steigern den Ertrag. Matthias Tschumi

Für Buntbrachen, Säume oder Ackerschonstreifen auf seinem Land erhält der Bauer Ökosubventionen. Diese sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF) sollen in erster Linie wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dafür gibt es kommerzielle Saatgutmischungen mit einheimischen Pflanzen zu kaufen. Bunte Blumenstreifen können aber sogar direkt den Ertrag auf dem Acker erhöhen, wie Forscher um Matthias Tschumi von der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich herausgefunden haben. Sie testeten dies im Rahmen des Projekts «100 Nützlingsblühstreifen» am Winterweizen und seinem wichtigsten Schädling, dem Getreidehähnchen, einem Käfer, der die Blätter des Weizens frisst.

Die Forscher säten einen standardisierten, drei Meter breiten Blühstreifen entlang von 15 Winterweizenfeldern in den Kantonen Aargau und Zürich an. 15 Kontrollfelder blieben ohne Blühstreifen. Die neu entwickelte Samenmischung enthielt Dill, Buchweizen, Koriander, Kamille, Kerbel und bunte Korn- und Mohnblumen, in denen Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer sowie Schweb- und Florfliegen gediehen.

60 Prozent weniger Schäden

Diese fleissigen Helfer reduzierten die Dichte von Getreidehähnchen-Larven in den Weizenfeldern um 40 Prozent im Vergleich zu Kontrollfeldern ohne Blühstreifen, die von erwachsenen Tieren um über die Hälfte. Alle Versuchsfelder wurden ohne Pestizide gemanagt. Der Schaden am Winterweizen durch die Larven ging mit Blühstreifen sogar um 60 Prozent zurück, wie die Agroscope-Forscher und Kollegen der Universität Koblenz-Landau in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten. Der Erfolg hängt aber davon ab, dass mehrjährige artenreiche Lebensräume in der Nähe sind, von woher Nützlinge einwandern können.

«Im Durchschnitt konnten die Blühstreifen den Befall von über der Schadschwelle auf knapp darunter drücken», sagte Tschumi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schadschwelle ist in der integrierten landwirtschaftlichen Produktion, die in der Schweiz so gut wie alle Bauern praktizieren, jene Schädlingsmenge, ab der Insektizide gespritzt werden dürfen.

Alternative zu Insektiziden

Fazit: «Der Blühstreifen ist eine praktikable Alternative zu Insektiziden», schreiben die Forscher. Bisher unveröffentlichte Daten des Teams legen zudem nahe, dass die sanfte Methode nicht nur bei Winterweizen und Getreidehähnchen funktioniert, sondern auch Blattläuse auf Kartoffelpflanzen unterdrückt.

Larve eines Getreidehähnchens und Schaden am Blarr

Eine Larve eines Getreidehähnchens und der von ihr angerichtete

Schaden am Blatt

Bild: Matthias Tschumi

Die Blumenmischung ist bereits seit diesem Jahr zum Anlegen von «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» auf Biodiversitätsflächen zugelassen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit Subventionen vergütet werden. Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber profitieren nämlich ebenso davon. Die Wirkung der Samenmischungen in der Praxis wird derzeit noch von Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet.

Im Projekt «100 Nützlingsblühstreifen» werden die Versuche jetzt auf Landwirtschaftsbetriebe und landwirtschaftliche Schulen der ganzen Schweiz ausgedehnt, erklärte Studienleiterin Katja Jacot von der Agroscope. Dies solle zeigen, ob sich die vielversprechenden ersten Ergebnisse wiederholen lassen und ob sich durch die Förderung von Nützlingen eventuell sogar Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Damit wird der ökologische Ausgleich für den Bauern auch kommerziell interessant, spart er doch direkt Geld für Pestizide ein. «Die direkte Verbindung zwischen Blühstreifen, weniger Schädlingen und weniger Schäden an den Kulturpflanzen sollte Bauern dazu animieren, diese Fördermischungen auch anzuwenden», folgern die Forscher.”

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TEXT DARAUS ZITIERT:

“Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren.

Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank den in ihnen lebenden Nützlingen die Schädlingsdichten und steigern den Ertrag. Matthias Tschumi

Für Buntbrachen, Säume oder Ackerschonstreifen auf seinem Land erhält der Bauer Ökosubventionen. Diese sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF) sollen in erster Linie wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dafür gibt es kommerzielle Saatgutmischungen mit einheimischen Pflanzen zu kaufen. Bunte Blumenstreifen können aber sogar direkt den Ertrag auf dem Acker erhöhen, wie Forscher um Matthias Tschumi von der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich herausgefunden haben. Sie testeten dies im Rahmen des Projekts «100 Nützlingsblühstreifen» am Winterweizen und seinem wichtigsten Schädling, dem Getreidehähnchen, einem Käfer, der die Blätter des Weizens frisst.

Die Forscher säten einen standardisierten, drei Meter breiten Blühstreifen entlang von 15 Winterweizenfeldern in den Kantonen Aargau und Zürich an. 15 Kontrollfelder blieben ohne Blühstreifen. Die neu entwickelte Samenmischung enthielt Dill, Buchweizen, Koriander, Kamille, Kerbel und bunte Korn- und Mohnblumen, in denen Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer sowie Schweb- und Florfliegen gediehen.

60 Prozent weniger Schäden

Diese fleissigen Helfer reduzierten die Dichte von Getreidehähnchen-Larven in den Weizenfeldern um 40 Prozent im Vergleich zu Kontrollfeldern ohne Blühstreifen, die von erwachsenen Tieren um über die Hälfte. Alle Versuchsfelder wurden ohne Pestizide gemanagt. Der Schaden am Winterweizen durch die Larven ging mit Blühstreifen sogar um 60 Prozent zurück, wie die Agroscope-Forscher und Kollegen der Universität Koblenz-Landau in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten. Der Erfolg hängt aber davon ab, dass mehrjährige artenreiche Lebensräume in der Nähe sind, von woher Nützlinge einwandern können.

«Im Durchschnitt konnten die Blühstreifen den Befall von über der Schadschwelle auf knapp darunter drücken», sagte Tschumi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schadschwelle ist in der integrierten landwirtschaftlichen Produktion, die in der Schweiz so gut wie alle Bauern praktizieren, jene Schädlingsmenge, ab der Insektizide gespritzt werden dürfen.

Alternative zu Insektiziden

Fazit: «Der Blühstreifen ist eine praktikable Alternative zu Insektiziden», schreiben die Forscher. Bisher unveröffentlichte Daten des Teams legen zudem nahe, dass die sanfte Methode nicht nur bei Winterweizen und Getreidehähnchen funktioniert, sondern auch Blattläuse auf Kartoffelpflanzen unterdrückt.

Larve eines Getreidehähnchens und Schaden am Blarr

Eine Larve eines Getreidehähnchens und der von ihr angerichtete

Schaden am Blatt

Bild: Matthias Tschumi

Die Blumenmischung ist bereits seit diesem Jahr zum Anlegen von «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» auf Biodiversitätsflächen zugelassen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit Subventionen vergütet werden. Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber profitieren nämlich ebenso davon. Die Wirkung der Samenmischungen in der Praxis wird derzeit noch von Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet.

Im Projekt «100 Nützlingsblühstreifen» werden die Versuche jetzt auf Landwirtschaftsbetriebe und landwirtschaftliche Schulen der ganzen Schweiz ausgedehnt, erklärte Studienleiterin Katja Jacot von der Agroscope. Dies solle zeigen, ob sich die vielversprechenden ersten Ergebnisse wiederholen lassen und ob sich durch die Förderung von Nützlingen eventuell sogar Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Damit wird der ökologische Ausgleich für den Bauern auch kommerziell interessant, spart er doch direkt Geld für Pestizide ein. «Die direkte Verbindung zwischen Blühstreifen, weniger Schädlingen und weniger Schäden an den Kulturpflanzen sollte Bauern dazu animieren, diese Fördermischungen auch anzuwenden», folgern die Forscher.”

Zitat daraus Ende!

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Kreuzritter lösten Schnecken-Invasion aus

Abklärungen gestartet

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In der Schweiz und weltweit

Überraschend hohe Zahl exotischer Pflanzen

Weniger Pestizide durch Blumenränder?

QUELLE:

Weniger Schädlinge ohne Pestizide
Natur & Umwelt | Mittwoch, 26. August 2015, sda

TEXT DARAUS ZITIERT:

“Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren.

Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank den in ihnen lebenden Nützlingen die Schädlingsdichten und steigern den Ertrag. Matthias Tschumi

Für Buntbrachen, Säume oder Ackerschonstreifen auf seinem Land erhält der Bauer Ökosubventionen. Diese sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF) sollen in erster Linie wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Dafür gibt es kommerzielle Saatgutmischungen mit einheimischen Pflanzen zu kaufen. Bunte Blumenstreifen können aber sogar direkt den Ertrag auf dem Acker erhöhen, wie Forscher um Matthias Tschumi von der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich herausgefunden haben. Sie testeten dies im Rahmen des Projekts «100 Nützlingsblühstreifen» am Winterweizen und seinem wichtigsten Schädling, dem Getreidehähnchen, einem Käfer, der die Blätter des Weizens frisst.

Die Forscher säten einen standardisierten, drei Meter breiten Blühstreifen entlang von 15 Winterweizenfeldern in den Kantonen Aargau und Zürich an. 15 Kontrollfelder blieben ohne Blühstreifen. Die neu entwickelte Samenmischung enthielt Dill, Buchweizen, Koriander, Kamille, Kerbel und bunte Korn- und Mohnblumen, in denen Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer sowie Schweb- und Florfliegen gediehen.

60 Prozent weniger Schäden

Diese fleissigen Helfer reduzierten die Dichte von Getreidehähnchen-Larven in den Weizenfeldern um 40 Prozent im Vergleich zu Kontrollfeldern ohne Blühstreifen, die von erwachsenen Tieren um über die Hälfte. Alle Versuchsfelder wurden ohne Pestizide gemanagt. Der Schaden am Winterweizen durch die Larven ging mit Blühstreifen sogar um 60 Prozent zurück, wie die Agroscope-Forscher und Kollegen der Universität Koblenz-Landau in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten. Der Erfolg hängt aber davon ab, dass mehrjährige artenreiche Lebensräume in der Nähe sind, von woher Nützlinge einwandern können.

«Im Durchschnitt konnten die Blühstreifen den Befall von über der Schadschwelle auf knapp darunter drücken», sagte Tschumi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schadschwelle ist in der integrierten landwirtschaftlichen Produktion, die in der Schweiz so gut wie alle Bauern praktizieren, jene Schädlingsmenge, ab der Insektizide gespritzt werden dürfen.

Alternative zu Insektiziden

Fazit: «Der Blühstreifen ist eine praktikable Alternative zu Insektiziden», schreiben die Forscher. Bisher unveröffentlichte Daten des Teams legen zudem nahe, dass die sanfte Methode nicht nur bei Winterweizen und Getreidehähnchen funktioniert, sondern auch Blattläuse auf Kartoffelpflanzen unterdrückt.

Larve eines Getreidehähnchens und Schaden am Blarr

Eine Larve eines Getreidehähnchens und der von ihr angerichtete

Schaden am Blatt

Bild: Matthias Tschumi

Die Blumenmischung ist bereits seit diesem Jahr zum Anlegen von «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» auf Biodiversitätsflächen zugelassen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit Subventionen vergütet werden. Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber profitieren nämlich ebenso davon. Die Wirkung der Samenmischungen in der Praxis wird derzeit noch von Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet.

Im Projekt «100 Nützlingsblühstreifen» werden die Versuche jetzt auf Landwirtschaftsbetriebe und landwirtschaftliche Schulen der ganzen Schweiz ausgedehnt, erklärte Studienleiterin Katja Jacot von der Agroscope. Dies solle zeigen, ob sich die vielversprechenden ersten Ergebnisse wiederholen lassen und ob sich durch die Förderung von Nützlingen eventuell sogar Ertragssteigerungen erzielen lassen.

Damit wird der ökologische Ausgleich für den Bauern auch kommerziell interessant, spart er doch direkt Geld für Pestizide ein. «Die direkte Verbindung zwischen Blühstreifen, weniger Schädlingen und weniger Schäden an den Kulturpflanzen sollte Bauern dazu animieren, diese Fördermischungen auch anzuwenden», folgern die Forscher.”

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Kreuzritter lösten Schnecken-Invasion aus

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Ein Naturpark fürs Zürcher Berggebiet?

In der Schweiz und weltweit

Überraschend hohe Zahl exotischer Pflanzen

Weniger Pestizide durch Blumenränder?

QUELLE: Weniger Schädlinge ohne Pestizide Natur & Umwelt | Mittwoch, 26. August 2015, sda TEXT DARAUS ZITIERT: “Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren. Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank…

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QUELLE: Weniger Schädlinge ohne Pestizide Natur & Umwelt | Mittwoch, 26. August 2015, sda TEXT DARAUS ZITIERT: “Ein Blumensaum am Ackerrand kann dem Bauern Bares einbringen: Laut einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope fördern Blühstreifen nicht nur die Biodiversität, sondern können sogar den Schädlingsbefall deutlich reduzieren. Blühstreifen in Weizenfeldern verringern laut Forschern dank…

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Scheinfreiheit im Experiment EU? 

Scheinfreiheit im Experiment EU?!
Ich habe einen interessanten Film mit meinem Mann von John Carpenter gesehen: 
THEY LIVE – SIE LEBEN (they live and we sleep!)!
Bis auf die Alien Nummer, glaube ich, ist der Film aktuell und nun sogar in einigen Geschehnissen und Entwicklungen schon sicherlich Realität. 
An Aliens als Grund der heutigen Welten-Schieflage wohl eher nicht glaubend, aber korrupte und bestechliche Menschen, die für einen auserlesenen Kreis ihre Seele verkaufen und Menschen dabei drauf gehen lassen, um Macht, Ruhm und Reichtum zu erlangen, ja, daran kann man nicht zweifeln, das passt! 
Nicht Rechts- oder Linksextreme, Inländer oder Ausländer, Glaubende, Andersglaubende, oder Nichtgläubige sind die Täter, denn sie sind nur der Köder, die Opfer im Spiel der Hetzjagd zum Extrem bis hin zum Game Over, dem Exitus, dem Zerreißen! 
Sehr interessanter Film, und viele Jahre später, also heute, ist vielleicht festzustellen: 
REALES GESCHEHEN und gute, realistisch dargestellte Essenz, mit viel Hollywood Gedöhns drumherum leider. 
Kein Aktion darstellender Film in Gänze aber, sondern man könnte sagen: „Film mit realem Hintergrund, wäre er nicht so früh schon ersonnen und produziert worden!“
Aber nur so derart trashig-dämlich und aktionsgewaltig guckt es vielleicht (leider!) wegen der „Kampf-Action“ im Film auch mal der letzte gewaltbereite Vollpfosten und es besteht die kleine Hoffnung, er versteht, dass er aggressiv gemacht wurde, als Instrument weniger Irrer, denen außer Macht scheinbar nichts in der Hirse steckt, und das alles dann noch im Namen von den Institutionen der Firma „Politik, Staat und Kirche“!
Pfui!
Monsanto und Co. lassen als Nervengifte-Produzenten sicherlich für diese Vollpfosten die diese Nummer unterstützen mit Hass, Neid, Gewalt, Aufwiegelung, Provokation, Boshaftigkeit und so weiter, auch noch lecker was einfallen als Zwangslohn nach dem Motto:
„Auf in die nächste Burger-Schmiede zum Antibiotikum Gockel und Hormon-Massenmast Schwein auf lecker Chemie-Brötchen mit Pestizid-Salat, Ihr Schlafwürstchen im Teletubbie Status! 
Das ist unser Scheinluxus in einer Scheinfreiheit mit teurer Hände Arbeit von uns ausgenützt und ausgesaugt, um dann billig verkauft an die Bosse dieser experimentellen Schein-Welt das Räderwerk am Laufen zu halten mit uns als günstiges Arbeitsmaterial!
Jouh man, sind die stark und voll happy, die dicken Mädels und Jungs von Landau, Schwabbel und Klößchen: Hauptsache Kiste, Mucke, PC, Pennen und Futtern läuft?
„Jouh, LÄÄÄUUUFT“! 
Nein, reißt die Brillen runter für den Durchblick, REDET MITEINANDER, nicht gesteuert GEGENEINANDER:
Es lebe die ehrliche Freiheit und die gesunde Natur! 
Mehr braucht es zur Liebe zum Nächsten und zur Zufriedenheit weltweit nicht! 
Und diese Werte können wir jeder für sich täglich Schritt für Schritt mehr wieder ER—LEBEN! 
Nicht immer nur jammern, darüber meckern, oder nur davon reden, sondern es EINFACH TUN, heißt das Zauberwort: 
FREI LEBEN, SELBST VERANTWORTLICH UND BEWUSST FRIEDVOLL ENTSCHEIDEN, GEBEN UND NEHMEN IM GLEICHEN MASS, RECHTE UND PFLICHTEN DER MENSCHLICHKEIT ALS ETHIK NEU (BE-)LEBEN, NATUR UND FREIHEIT AB SOFORT SCHRITT FÜR SCHRITT NEU (ER-)LEBEN! 
So sei es: JETZT! 
CWG, 25.08.2015.